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VW California – Praktischer und mit PHEV

Bald schlägt dem VW T6.1 das letzte Stündlein, und der kultige Camper wird eingestellt. Der Nachfolger auf Basis des T7 Multivan soll dank zwei Schiebetüren und cleveren Details noch praktischer werden und wird erstmals als Plug-in-Hybrid zu haben sein. Die Infos!

Veröffentlicht am 29.08.2023

Ab Mitte 2024 wird der neue VW California auf Multivan-Basis den altgedienten T6.1 California ersetzen. Wie der neue Camper aussehen wird, zeigt VW schon einmal mit dem California Concept, das trotz Namenszusatz schon zu rund 99 Prozent der Serie entsprechen dürfte. Die Freizeitversion des im Volksmund T7 genannten Campers wächst im Vergleich zum T6.1 leicht, soll noch mehr Nutzwert bieten und ist erstmals auch mit Plug-in-Hybrid zu haben.

Gewachsene Abmessungen

Das Concept basiert auf der Langversion des Multivan. Dessen Abmessungen: 5276 mm Länge, 1941 mm Breite, 1907 mm Höhe. Mit Aufstelldach dürfte der California noch etwas höher ausfallen, aber immer noch unter zwei Meter und damit tiefgaragentauglich sein. Der Clou sind erstmals zwei Schiebetüren. Damit entsteht laut VW ein Dreiraumkonzept.

Raum 1: Aussen rechts

Auf der rechten Seite des California lässt sich ein Sonnensegel ausfahren, das laut VW mit wenigen Handgriffen installiert werden kann. Die rechte Schiebetür erlaubt sicheres Ein- und Aussteigen sowie Ein- und Ausladen in Ländern mit Rechtsverkehr.

Raum 2: Innen

Die Vordersitze sind nach wie vor um 180 Grad drehbar. Dank der elektrischen statt mechanischen Handbremse ist der Wohnraum nun aber einfacher zugänglich. Dort befinden sich statt einer Sitzbank nun herausnehmbare Einzelsitze. So kann sperriges Sportequipment einfacher eingeladen werden. Zudem lassen sie sich drehen und einfach zur Liegefläche umklappen. Viele Schubladen und Schränke sind Ehrensache im California.

Raum 3: Aussen links

Über der zweiten Schiebetür links sitzt nun die Markise. Die Küchenzeile ist etwas nach hinten gewandert, womit ein zweiter Zugang entsteht. Die Küche selbst ist nun, genau wie die Schubladen und der Kühlschrank, auch von aussen zugänglich. Dazu gibt es dort auch einen integrierten Gaskocher, eine 230-V-Steckdose sowie einen Grill im Küchenblock.

Selbstredend gibt es auch wieder ein Aufstelldach mit bequemer Matratze und Panoramafenstern. Neuerdings sind neben LED-Lichtern auch USB-Steckdosen integriert. Für Stehhöhe im Wohnraum lässt sich die Liegefläche hochklappen.

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Funktionen wie das Aufstelldach, die Ambientebeleuchtung, Überwachung von Batterie- und Wasserstand oder die Standheizung können über ein Tablet in der C-Säule oder via App auf dem Smartphone gesteuert werden.

Erstmals mit Plug-in-Hybrid

Mit dem Wechsel auf die PKW-Plattform MQB stehen nicht nur moderne Assistenzsysteme, sondern auch andere Antriebe bereit. Erstmals wird es den California deshalb auch mit Plug-in-Hybrid samt 218 PS Systemleistung und gut 40 km elektrischer Reichweite geben. Zum Marktstart 2024 werden nach und nach aber auch die anderen Antriebe des Multivan – also Benziner und Diesel – verfügbar sein. Ob es auch noch eine Kurzversion und andere Ausstattungslinien geben wird, ist noch unklar. Ebenso wie die Preise.. Den Multivan gibt es aktuell ab 56'430 Franken. Der Camper dürfte deutlich darüber liegen. (So schlägt sich der VW Multivan im Test!)

Beach und Ocean Last Edition

Zum Abschied des T6.1 California gibt es bei VW Nutzfahrzeuge Schweiz zwei Sondereditionen: Den Beach Last Edition (ab 65'670 Franken) und den Ocean Last Edition (ab 75'530 Franken). Sie besitzen eine erweiterte Serienausstattung mit Digitalcockpit, Infotainmentsystem Discover Pro und schwarze 18-Zoll-Alufelgen.


Die Last Edition-Sondermodelle des VW T6.1 California bieten besonders viel Ausstattung fürs Geld.

Der Nachfolger des T6.1 wird zusammen mit Ford entwickelt und teilt sich die Technik mit dem neuen Transit. So geschehen auch schon bei VW ID.4/Ford Explorer, VW Amarok/Ford Ranger und VW Caddy/Ford Tourneo. Vermutlich 2025 wird dann der vollelektrische ID.California eingeführt, die Camping-Version des Elektro-Busses ID.Buzz.

Text: Moritz Doka
Bilder: VW Nutzfahrzeuge

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