Motorsport

ASS-Meisterfeier - Starker Nachwuchs

Anlässlich der traditionellen Meisterfeier von Auto Sport Schweiz – dem «Dîner des Champions» – galt es neben den aktuellen Meistern noch die Preisträger des Auto Sport Schweiz Awards sowie den des Young Driver of the Year zu küren.

Veröffentlicht am 18.12.2023

Seit 2007 würdigt Auto Sport Schweiz (ASS) und ihre Nationale Sportkommission (NSK) die Schweizer Motorsportler, die mit besonderen Verdienste um den Schweizer Motorsport ins Rampenlicht rücken. Zu den Preisträgern zählten bislang unter anderem so Grössen wie Marcel Fässler, Neel Jani, Sébastien Buemi, Peter Sauber, Fabio Leimer oder Mario Illien.

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Mit Louis Delétraz kommt jetzt ein weiterer Preisträger hinzu. Obwohl ihm in diesem Jahr der Le-Mans-Sieg verwehrt blieb – den holte in der LMP2 mit Fabio Scherer ein weiterer Schweizer –, sah es die Jury als erwiesen an, dem Genfer den Award zu verleihen. Nach zwei Titeln in der European Le Mans Series (2021 und 2022) heimste der 26-Jährige in dieser Saison die Endurance Trophy im Rahmen der Langstrecken-WM, also den inoffiziellen LMP2-WM-Titel, ein. Beim prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennen von Daytona belegte Delétraz darüber hinaus den zweiten Platz in der Prototypenklasse.

Zusammen mit seinen Teamkollegen Robert Kubica und Rui Andrade gewann Delétraz drei von sieben Rennen. Abgesehen vom Auftaktrennen in Sebring, das das WRT-Trio auf P4 beendete, standen sie zudem bei allen Läufen auf dem Podium.

Fit für höhere Aufgaben

Im Rahmen des «Dîner des Champions» wurde auch der Preisträger des Young Drivers Projekts 2023 bekanntgegeben. Das Nachwuchsförderprogramm von Auto Sport Schweiz wurde zwischen 2013 und 2015 drei Mal ausgetragen. Die damaligen Sieger hiessen Alain Valente (2013), Lucas Mauron (2014) und Fabio Scherer (2015). Nach einer achtjährigen Pause hat man das Projekt 2023 reaktiviert. Mitmachen konnten Kartfahrerinnen und -fahrer der Jahrgänge 2006-2008. Diese wurden während der Saison in verschiedenen Workshops physisch, medial und fahrerisch begleitet. Auf den Sieger wartet ein Preisgeld von 30'000 Schweizer Franken. Geld, das an eine Meisterschaft im Automobilrennsport gekoppelt ist – im Idealfall an ein Formel-4-Championat mit dem Team Jenzer Motorsport.

Überzeugte die Jury: Gegen Kilian Boss (Mi.) hatten Kai Perner (r.) und Timéo Ruppen keine Chance.

Und so wird man Kilian Boss mit Sicherheit in der F4-Meisterschaft wiedersehen. Der 17-Jährige Berner, der in dieser Saison P3 in der Kategorie X30 Challenge der Schweizer Kartmeisterschaft belegt sowie den Titel in der VEGA Trofeo holte, setzte sich im internen Ranking von Auto Sport Schweiz durch. Zweiter wurde Kai Perner (16), Platz 3 belegt Timéo Ruppen (15).

Das Programm für die Saison 2024 steht bereits fest und wird noch vor Weihnachten veröffentlicht. Anmeldungen für die Saison 2024 (betrifft die Jahrgänge 2007-2009) werden ab Januar entgegengenommen.

Die Preisverleihung der Schweizer Meister finden hier.

Text: Jörg Petersen
Fotos: Auto Sport Schweiz

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