Bayrischer Bulle

BMW X4 M Competition – Spürbare Besserungen

Die Münchner haben zwei ihrer Modelle aus der X-Baureihe deutlich aufgewertet: den X3 und X4. Auch die Power-Modelle BMW X3 M Competition und BMW X4 M Competition. Wo die Änderungen gemacht wurden und wie sie sich zu ihren Vorgängern verbessert haben, lesen Sie in unserem Kurztest.

Veröffentlicht am 25.10.2021

Am diesjährigen BMW Group Test Day konnten die Teilnehmer diverse neue Fahrzeuge des Herstellers erstmals fahren. Während auf spannende Neuheiten wie das M240i xDrive Coupé und das Gran Coupé der 4er Reihe noch eine Sperrfrist besteht, dürfen wir von einem anderen Damphammer bereits sprechen: Dem upgedateten BMW X4 M Competition. Vor allem ein Punkt hat sich markent verbessert: Der Fahrkomfort. Die sehr straffe Federung, welche zum Verkaufsstart beim X4 M und X3 M verwendet wurde, ist spürbar verbessert worden.

Kein Verlust an Sportlichkeit im neuen BMW X4 M Competition

Wird ein Fahrwerk weniger straff gemacht, verbindet man dies direkt mit einem Verlust an Sportlichkeit bei höheren Geschwindigkeiten. Nein, beim X4 M Competition ist dem nicht so. Und nein, einfach ist solch eine Anpassung ohne diesen Verlust überhaupt nicht. Im Komfort-Modus fährt sich das Crossover sehr angenehm und ruhig. Der Reihensechszylinder ist nicht sonderlich laut und die Dämpfung lässt auch keine lauten Windgeräusche bei hohen Geschwindigkeiten auf der deutschen Autobahn durch. 

Durch Änderungen der diversen Fahrmodi ändert sich dies aber rapide. Schaltet man in den Modus Sport Plus, hört man den Sound des Sechszylinder Turbo viel besser und das Ansprechverhalten ist deutlich direkter. Zu hart ist das Fahrwerk trotz auch dieser sehr sportlichen Fahreigenschaften nicht. Es ist perfekt abgestimmt und arbeitet hervorragend mit der Strasse zusammen. Das Ziel von des Projektmanagers und der Ingenieuren wurde also erreicht; (Mindestens) gleiche Sportlichkeit bei höherem Fahrkomfort.

Gleiche Leistung, trotzdem mehr Kraft

Die 510 PS bleiben unverändert, 50 Nm gibt es für den neuen X4 M Competition obendrauf und hat so nun 650 Nm. Durch diese spurtet der M-Crossover in gerade einmal 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h, Zeiten die man früher nur von absoluten Supercars kannte. Sein Vorgänger brauchte für das übrigens 4,1 Sekunden. Bei 285 km/h ist mit dem optionalen M Driver's Package Schluss, getestet haben wir dies jedoch nicht.  

Die Extraladung Newtonmeter merkt man dem SUV insbesondere beim Zwischenspurt an. Auf kurvigen Strassen spurtet der X4 M Competition extrem schnell auf höhere Geschwindigkeiten. In Kombination mit der direkten Lenkung macht dies sehr viel Spass. Seine über zwei Tonnen Gewicht merkt man ihm nur in den wenigen Fällen an. Das gelobte Fahrwerk schwenkt das Gewicht optimal aus. 

Gewohnt hochwertig im Innenraum – wenn man die richtigen Kreuze setzt

Zum Innenraum gibt es nicht mehr viel hinzuzufügen. Er ist gewohnt sehr hochwertig und sauber gestaltet. Neben der spürbar verbesserten Gestensteureung wurde auch die Display angepasst. Sowohl das virtuelle Cockpit als auch der zentrale Touchscreen haben jeweils eine grösse von 12,3 Zoll. Die siebte Generation des BMW-Betriebssystem funktioniert tadellos. Auf dem sehr weichen Nappaleder lässt es sich zudem sehr bequem sitzen. Overall hat der X4 M Competition nur zugelegt. Fahrdynamisch schon etwas anderes als sein Vorgänger.


Fotos: Dario Fontana / BMW

Text: Dario Fontana

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