Chery International User Summit 2026

Chery lässt die Muskeln spielen

Neue SUVs, spektakuläre Crashtests, ein Robotaxi und ein Energiesystem für die Zukunft: Am International User Summit in Wuhu zeigte der chinesische Autogigant Chery, dass er längst mehr ist als bloss ein Autobauer.

Veröffentlicht am 29.10.2026

Der 1997 gegründete Konzern gehört zu den grössten chinesischen Autoexporteuren. Und offenbar hat man in Wuhu beschlossen, sich nicht länger auf das Bauen von Autos zu beschränken. Am International User Summit 2026 zeigte Chery, was der Konzern unter der Zukunft der Mobilität versteht: neue Autos, neue Antriebe, künstliche Intelligenz, autonomes Fahren und gleich noch die passende Energieversorgung dazu.

Zu den Neuheiten gehören ein neuer Tiggo 7 und der Tiggo X7. Die SUV-Familie ist für Chery so etwas wie der VW Golf für Volkswagen: ein wichtiger Teil des Geschäfts. Nur dass es inzwischen gleich mehrere Tiggo-Modelle gibt.

Wie sicher die Autos sind, demonstrierte Chery mit einem ziemlich handfesten Experiment. Ein Tiggo 7 krachte bei einer relativen Aufprallgeschwindigkeit von 50 km/h vor Publikum gegen einen Lastwagen. Der Fahrgastraum blieb laut Hersteller weitgehend intakt.

Sonne und KI

Doch beim Summit ging es längst nicht nur um Blech und Airbags. Chery präsentierte ein Energiesystem, das Solarstrom, Batteriespeicher und das Laden von Elektroautos miteinander verbindet. Die Idee dahinter: Wer künftig elektrisch fährt, soll möglichst gleich die passende Energieinfrastruktur bekommen.

Und weil in China derzeit offenbar keine Automesse ohne autonomes Fahrzeug auskommt, gab es ein Robotaxi mit Automatisierungsstufe 4 zu sehen. Das bedeutet, dass das Fahrzeug unter festgelegten Bedingungen ohne menschlichen Fahrer unterwegs sein kann. Bis solche Autos tatsächlich selbstständig durch Schweizer Innenstädte kurven, dürfte allerdings noch etwas Zeit vergehen.

Der grosse Plan

Hinter all den Neuheiten steckt eine klare Strategie. Chery will nicht nur möglichst viele Autos verkaufen, sondern sich als internationaler Technologiekonzern etablieren. Mit unterschiedlichen Marken, elektrifizierten Antrieben und einem ganzen Ökosystem rund ums Auto.

Ob aus jeder präsentierten Zukunftsvision tatsächlich ein Serienprodukt wird, muss sich zeigen. Fest steht aber: Die Zeiten, in denen chinesische Hersteller bloss westliche Autos kopierten, sind längst vorbei. Heute entwickeln sie eigene Technologien, eröffnen Forschungszentren in Europa und zeigen dem Rest der Welt ziemlich selbstbewusst, wohin die Reise gehen soll. Und wenn man sich anschaut, was Chery in Wuhu alles aufgefahren hat, könnte diese Reise ziemlich schnell werden.

Bilder: Chery Group

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