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Mercedes-AMG SL 43 – Zurück auf Vier

AMG stand in der jungen Vergangenheit vor allem für grosse V8-Motoren. Dies scheint Geschichte. Nach der kleinen Baureihe von A-, CLA- und GLA ist nun sogar der SL dran. Im Mercedes-AMG SL 43 arbeitet nun auch ein Zweiliter-Triebwerk. Der Rückschritt in Sachen Hubraum wird vor allem mit einem spannenden Technik-Detail wieder wettgemacht. Denn der Turbolade stammt direkt aus der Formel 1 - quasi.

Veröffentlicht am 08.04.2022

Viele haben es sich nicht vorstellen können, AMG hat es trotzdem getan. Ein Vierzylinder im Topmodell, dem offenen SL-Roadster. Konkret bildet der Mercedes-AMG SL 43 den Einstieg in die Baureihe. Im Vergleich zum 55er und 63er fehlen ihm also die Hälfte der Brennräume

Echter Technologietransfer aus der Formel 1

Doch die Entwickler aus Affalterbach haben tief in die Trickkiste gegriffen, um das Zylinder-Manko auszugleichen. Dazu haben sie dem 2,0-Liter-Vierzylinder einen elektrischen Turbolader aus der Formel 1 spendiert. Er wird von einem 48V-Bordnetz gespeist, was den Mercedes-AMG SL 43 sogar zu einem Mildhybrid macht. Die Techniker sprechen deshalb von einer extrem spontanen Gasannahme und Spontanität des Triebwerks.

Allerdings lassen auch die nackten Zahlen aufhorchen. Immerhin 381PS und 480Nm leistet der Vierzylinder. Damit ist er allerdings nicht der stärkste Zweiliter im Programm, der A 45 leistet weiterhin mehr. Dennoch rennt der Mercedes-AMG SL 43 bis zu 275km/h schnell.

Weniger Zylinder = weniger Gewicht

Der Sprint auf Landstrassentempo ist in 4,9 Sekunden erledigt. Auch ums Eck ist der Vierzylinder-SL schnell, denn der kleine Motor wiegt deutlich weniger als die Achtzylinder-Brüder. Insgesamt misst der SL 43 als leichtester SL nur noch 1.810 kg, was einer Gewichtsreduzierung von 170 kg im Vergleich zum voll beladenen SL 63 entspricht. Ein agileres Einlenken und weniger Kopflastigkeit im Fahrbetrieb sind ein angenehmer Nebeneffekt der Gewichts-Diät.

Optisch unterscheidet sich der 43er nur in Nuancen. Der vordere Frontsplitter in der Stossstange ist verändert und das Heck geglättet. Optisch gefallen die runden Doppelrohre sogar mehr als die mächtigen Trapezrohre der Achtzylinder.

Sein Preis bleibt noch unklar

Die Preise für den Mercedes-AMG SL 43 sind für den Schweizer Markt zum Redaktionsschluss noch nicht bekannt gewesen.

Text: ai Online Redaktion/DF/FM
Bilder: Mercedes-AMG

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