Ende Saison 2021/2022
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Michelin verlässt Formel E

Als Gründungspartner wird Michelin die Formula-E-Weltmeisterschaft am Ende der Saison 2021/2022 verlassen. Bereits 2013 investierte Michelin in dieses Projekt. In enger Zusammenarbeit mit den Organisatoren, den Konstrukteuren, den Teams und der FIA (Fédération International de l'Automobile) hat Michelin zur Formel E beigetragen. Über die Gründe, die zum Ausstieg führten, sagt Michelin allerdings nichts.

Veröffentlicht am 18.08.2022

In einer Pressemeldung sagt Michelin, dass dank der Entwicklungen in der Formel E ist Michelin dem Reifenmarkt fu?r Elektrofahrzeuge einen Schritt voraus sei. Als Marktfu?hrer in diesem von Michelin geschaffenen Segment ist das Unternehmen einer der wenigen Hersteller, der Autofahrenden zwei Reifen-Serien anbieten kann, die speziell auf die neue Generation von Elektrofahrzeugen zugeschnitten sind. Der e.Primacy wurde fu?r mittelgrosse bis grosse Fahrzeuge entwickelt, der Pilot Sport EV fu?r leistungsstarke Elektro-Sportwagen. Leichter, energieeffizienter und sicherer – diese neue Generation von Strassenreifen verdankt ihre besonderen Eigenschaften und Technologien der Formel E.

Mit seinem Engagement im Rennsport kann Michelin spezifische Kompetenzen und Erfahrungen sammeln, die nur der Motorsport in Zusammenarbeit mit anspruchsvollen Herstellern und Partnern bieten kann, die sich denselben Herausforderungen stellen. Der Pilot Sport EV sei ein gutes Beispiel dafu?r, dass der Motorsport den Wissenstransfer fo?rdert und die Entwicklung von Reifen-Serien fu?r die Straße beschleunigt. Michelin Motorsport tra?gt entscheidend dazu bei, die ambitionierten Nachhaltigkeitsziele der Gruppe zu erreichen – das verschafft einen wesentlichen Vorteil gegenu?ber anderen Reifenherstellern. „Michelin steht zwar kurz vor dem Ausstieg aus der Formel E, sieht den Motorsport aber weiterhin als wichtiges Experimentierfeld. Das Unternehmen hat in den letzten beiden Saisons den durchschnittlichen Anteil nachhaltiger Materialien bei der Produktion seiner Reifen fu?r den FIM MotoE World Cup auf 40 Prozent erho?ht“, so Bonardel. 

Gründe bleiben im Dunkeln

Weil Michelin das Engagement in der Formel 1 so positiv sieht, ist es umso erstaunlicher, warum jetzt zum Rückzug geblasen wird. In der Pressemitteilung ist auch zwischen den Zeilen nichts dazu zu finden. Zu hohe Kosten? Oder ist die Formel E doch nicht so werbewirksam wie stets behauptet? Schade, dass sich  Michelin hier nicht genauer äussert.

Text: Stefan Fritsch
Fotos: Michelin


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