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Porsche Macan T – Der perfekte Macan?

Wer die Funktionalität und das Platzangebot eines SUVs benötigt, aber nicht auf den Fahrspass verzichten möchte, muss einen Porsche Macan T kaufen. Doch was lohnt sich mehr? Ein Macan T mit dem 4-Zylinder-Motor ab 85 800 Franken oder den Macan S mit dem Porsche-typischen 6-Zylinder-Motor ab 90 000 Franken?

Veröffentlicht am 05.04.2022

In der Porsche-Sprache steht das T" für Touring". Diese Bezeichnung wurde in der Vergangenheit für die Sportwagen der Marke verwendet, die vielleicht nicht die höchste Leistung oder die niedrigste Beschleunigung von 0 auf 100 km/h haben, aber dem begeisterten Fahrer ein reines, ansprechendes Erlebnis bieten sollen.

Erster Viertüriger «T»

Dass die Plakette nun auf einem 1865 Kilogramm schweren SUV auftaucht, mag wie ein Widerspruch erscheinen. Aber das ist der Macan T, und Porsche ist der Meinung, dass er für ähnliches Geld mehr Fahrspass als die Konkurrenz bringen kann. Den T gibt es ab 85 900 Franken, dass ist 6200 Franken mehr als der Einstiegs-Macan, und etwa 4000 Franken weniger als der S.

 

Mit Porsche Macan T findet man den kleinen Motor

Um Gewicht zu sparen, verwendet der T den 2,0-Liter-Vierzylindermotor, der auch in anderen Modellen des VW-Konzerns wie dem Golf GTI zum Einsatz kommt, nur ist er hier längs eingebaut. Der kleinere Motor wiegt 59 kg weniger als die V6-Modelle, und die wegfallende Masse trägt laut Porsche zu einer verbesserten Kurvenagilität bei. Das 2,0-Liter-Aggregat leistet 261 PS und ein Drehmoment von 400 Nm, das von 1800 bis 4000 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung steht - genau wie beim Basis-Macan. Dank des serienmässigen Sport-Chrono-Pakets verkürzt sich die Zeit von 0 bis 100 km/h um 0,2 Sekunden auf 6,2 Sekunden.

 

Fahrwerk aus dem GTS

Die wichtigsten Änderungen betreffen das Fahrwerk, das eine spezielle Abstimmung erhält. Auf serienmässigen Stahlfedern liegt er 15 mm tiefer als der normale Macan und verfügt serienmässig über das adaptive Dämpfungssystem PASM der Marke. Während der Macan für SUV-Verhältnisse schon immer ein erstaunlich scharfes, gelassenes Auto war, machen diese Änderungen die Frontpartie noch einlenkfreudiger und sorgen für eine flache Haltung in Kurven. Die Dämpfung ist so gut eingestellt.

 

Performance auf dem Col de Turini

Selbst beim Angriff auf die harten, hügeligen Strassen des Col de Turini in Italien bleibt der T angesichts harter Bodenwellen in der Kurvenmitte hartnäckig auf seiner Linie. Wo manche Konkurrenten sich aufregen würden, steckt der neueste Macan die ungeschmeidigen Untergründe locker weg. Auf trockener Fahrbahn hat er mehr Grip als Kraft, aber bei Nässe fühlt er sich heckbetont an, was die überarbeitete Traktionskontrolle des neuen Modells unterstreicht.

Zum ersten Mal bei einem Vierzylinder-Macan ist es auch möglich, eine Luftfederung hinzuzufügen. Der Aufpreis im Macan T umfasst ebenfalls einen verstärkten hinteren Stabilisator und eine Absenkung der Federung um weitere 10 mm (bzw. 20 mm im Sport Plus-Modus).

Die Luftfederung sorgt dafür, dass die Plattform auch bei harten Kurvenfahrten stabil und eben bleibt. In den Modi "Sport" und "Sport Plus" wird das Fahrverhalten zunehmend härter, aber nie unangenehm. Im Comfort-Modus ist es genauso entspannend wie bei der Konkurrenz. 

 

Ein Blick in den Innenraum

Im Innenraum verfügt der Macan T über eine einzigartige Alcantara-ähnliche Ausstattung, die teils aus Leder, teils aus Sport-Tex besteht, mit silbernen Kontrastnähten und geprägten Porsche-Logos an den Kopfstützen.

Nach den Updates der Macan Baureihe in der zweiten Jahreshälfte 2021 gibt es eine neue Mittelkonsole, die die alten physischen Tasten durch ein berührungsempfindliches Panel ersetzt. Das ist etwas weniger verwirrend als die vielen Knöpfe, die es vorher gab, und es sieht auch ein bisschen schicker aus. Darüber befindet sich ein 10,9-Zoll-Touchscreen.

 

Abhebung zu den anderen Macans

Der Macan T hebt sich durch subtile Details vom Rest der Modellpalette ab. Der Kühlergrill, die Aussenspiegel, die Seitenleisten, der Heckspoiler und die Embleme sind in der Porsche-Metallic-Lackierung Achatgrau gehalten, und die 20-Zoll-Leichtmetallfelgen sind in einem dunklen Titan-Ton lackiert, der das Design ergänzt. Darüber hinaus stehen 13 Aussenfarben zur Auswahl.

 

Optimal auf der Strasse, doch ist es der perfekte Macan?

Das Siebengang-PDK-Getriebe ist tadellos. Es ist superleichtgängig, und die Schaltvorgänge sind scharf und schnell. Die Lenkung ist optimal gewichtet und gibt ein positives Feedback, während die Bremsen kraftvoll sind, selbst nach intensiver und wiederholter Nutzung.

So effektiv der Vierzylindermotor auch ist, er mag nicht zu jedem passen. Er klingt zwar okay, hat aber nicht extrem viel Charakter. Die flache Drehmomentkurve macht den Motor zwar recht flexibel, bedeutet aber auch, dass es nicht besonders lohnend ist, ihn auf Touren zu bringen. Die etwas kräftigeren V6 geben da schon mehr Feedback – und als Macan S ist er gar nicht viel teurer.

 

Fotos: Dario Fontana

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