Fiat 500 e

Ein virtuelles Museum für den Fiat 500 in Lingotto

Die «Cinquina» ist eine italienische Ikone. Seit seinem Debut am 4. Juli 1957 ist der Fiat 500 aus dem kollektiven Gedächtnis unter dem Stichwort «Italien» nicht mehr wegzudenken. Nun eröffnet Fiat für den Cinquecento ein Museum – zunächst virtuell.

Veröffentlicht am 10.07.2020

Die «Cinquina» ist eine italienische Ikone. Seit ihrem Debut am 4. Juli 1957, übrigens eine grossangelegte Lancierungskampagne, ist der Fiat 500 aus dem kollektiven Gedächtnis unter dem Stichwort «Italien» nicht mehr wegzudenken. 2007, ebenfalls an einem 4. Juli und wie 50 Jahre zuvor unter Mitwirkung des amtierenden italienischen Ministerpräsidenten, präsentierten die Turiner den Fiat 500 für das frühe
21. Jahrhunder – und der Cinquecento wurde abermals ein Grosserfolg.

Nun, im Jahre 2020 zeigte sich die Welt etwas anders als geplant, die Premiere des vollständig neu aufgelegten, vollelektrischen Fiat 500 e in Genf fiel ins Wasser, die Welt hatte sich mit einer Online-Präsentationen zu begnügen. Allerdings liessen sich die Italiener nicht in die Knie zwingen, ganz im Gegenteil. Inspiriert und kreativ den Geschehnissen Paroli bietend, hat man sich in Turin einiges einfallen lassen. Und an virtuelle Erlebnisse, daran haben wir uns (beinahe) schon gewöhnt.

Denkmalgeschüzte Fabrik und Museum

Im ehemaligen Fiat-Werk im Turiner Stadtteil Lingotto, wo zeitweilig auch der Fiat 500 gebaut wurde, öffnete vor kurzem das «Virtual Casa 500». Dieses Online-Museum im berühmten, denkmalgeschützten Industriebau der 1920er-Jahre, das mit der Testpiste auf dem Dach, erzählt von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Fiat 500. Die Dauerausstellung kann vom Smartphone, Computer oder Tablet aus besucht werden. Die virtuelle Tour führt von den 1950er Jahren bis in die heutige Zeit und erzählt die Geschichte ganzer Generationen. Im Frühling 2021 öffnet im vierten Stock des Kunstmuseums Pinacoteca Agnelli in Lingotto dann auch das reale Casa 500.

Drei Generationen, drei verschiedene Aufgaben

Fiat ist überzeugt, um eine Veränderung zu bewirken, muss man die eigene Herkunft kennen. Das Geburtshaus des historischen Fiat Nuova 500 – schon dessen Vorgänger Topolino hiess eigentlich 500 – ist zwar das nun komplett renovierte Turiner Werk Mirafiori, allerdings zog die Produktion tatsächlich ins benachbarte, ältere Werk Lingotto mit der legendären Teststrecke auf dem Dach um.
Doch zurück zur vitual Casa 500: Elf Themenbereiche nehmen den Besucher mit auf eine Reise durch die weite Welt des Cinquecento, die Erinnerungen, Träume und Emotionen weckt. Eine Reise, die 1957 in Turin begann und in die Welt führte. Mit dem Bereich «Vermächtnis» startet der Rundgang, der dem industriellen und kulturellen Erbe des Fiat 500 gewidmet ist und der die zeitlose Geschichte dieser Pop-Ikone erzählt. Die drei Baureihen des Fiat 500 interpretierten die Bedürfnisse dreier Generationen: der demokratische Fiat 500 von 1957, der individualistische Fiat 500 von 2007 und der sozialverantwortliche Fiat 500 von 2020.

Werdegang einer Ikone

Beispielhaft für den Einfallsreichtum italienischer Gastalter und Ingenieure stehen Objekte italienischen Designs, die im Bereich «Made in Italy» zu sehen sind. Sie haben wie der Fiat 500 die Regeln des Designs neu definiert und die allgemeine Wahrnehmung verändert. In der Abteilung «Tagebuch einer Ikone», die der Entwicklung des Fiat 500 zu einem internationalen Star gewidmet ist, können Besucher Interviews, Werbespots, Veranstaltungen und Auszeichnungen wie in einem Tagebuch multimedial nachverfolgen. Dieser Bereich wird ergänzt durch eine Sammlung von Skizzen und Bildern, die von der Entwicklung des Designs erzählt, das die drei Generationen des Fiat 500 ins Leben gerufen haben.

Der klarere, heitere Ausblick

Der letzte Bereich ist dem neuen Fiat 500 gewidmet. Er ist der Star, die Ikone, die für «Dolce Vita» steht, die die Besucher dank dreidimensionaler Effekte in allen Einzelheiten erleben können. Das Auto zeigt sich den Besuchern elektrisch und emotional aufgeladen, ganz im Sinne ökologischer Nachhaltigkeit. In der Abteilung «New 500 One-Offs» werden drei Interpretationen des neuen Fiat 500 präsentiert – von  Armani, Bvlgari und Kartell. Zum Schluss lädt eine „Lounge Area“ dazu ein, eine Pause einzulegen und unter einer Deckeninstallation zu entspannen, die an einen leuchtenden Himmel erinnert. Fiat möchte mit dem neuen, elektrischen 500 dazu beitragen, den Himmel über allen Städten klarer und heiterer zu machen.

Text: Martin Sigrist
Bild: FCA

Link zur Virtual Casa 500

Den elektrischen Fiat 500 haben wir bereits HIER erstmals vorgestellt:

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